Landwirtschaft und Artenschutz. Geht das zusammen?



Ja! Unserer Rinder sind aktive Naturschützer.

Wussten Sie schon, dass es eine Co-Evolution von Gras und Grasern, also Rindern gibt? Ohne den sogenannten Verbiss von Weidetieren würden trockene Standorte „verbuschen“ und feuchte Standorte „verwalden“. Die Rinder sorgen also dafür, dass die Konkurrenten der Gräser unterdrückt werden indem Busch-und Baumschösslinge von Ihnen abgeweidet werden. Das ist wichtig, um Arten einen Lebensraum zu bieten, die auf freie Flächen angewiesen sind.

Genau diese Aufgabe, haben unsere Tiere zum Beispiel auf der Vogelschutzinsel Riether Werder. Hier haben zahlreiche seltene Vogelarten ein Zuhause zum Rasten und Nisten gefunden. Die Vögel brauchen freie Flächen, um als Bodenbrüter geeignete Nistplätze zu finden. Diese finden sie dank der Beweidung ausreichend vor. Auf Riehter Werder ist durch die Hilfe der Rinder neben Rotschenkel und Flussseeschwalbe bspw.auch die größte Lachmövenkolonie Europas mit vielen tausend Tieren zu finden. So tragen unsere Rinder dazu bei, die Vielfalt heimischer Arten in unserer Kulturlandschaft zu erhalten.

Dafür nehmen die Rinder eine kleine "Seereise" auf sich. Im Frühling setzen Sie mit einem Floß zur Insel über. Den ganzen Sommer über beweiden Sie die Insel. Dabei ist gut zu erkennen, dass die erfahreneren Tiere, die die Insel gut kennen, die Führung übernehmen und den jungen Färsen die besten Weideplätze zeigen. Im Herbst geht es dann zurück aufs Festland.